Berlin-Schöneberg: “Scheune” schließt!!!

•21. Januar 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Für viele Berlin-Besucher war und ist sie ein Magnet – der Platzhirsch unter den Lederkneipen im Schöneberger Kiez, die “Scheune”

Kaum jemand, der keine skurrilen Geschichte erzählen kann über durchgemachte Nächte, über bizarre Sexerlebnisse oder schräge Typen.
Die “Scheune” ist einer der unumstrittenen Stars der Kiezkneipen und jetzt droht das Aus.

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern – Im Februar ist Schluss. Auch wenn es noch keine ofizielle Aussage gibt, deutet vieles darauf hin, dass es so kommen wird.

Wer schon das aktuelle Programmheft vom Ostertreffen in den Händen hatte, dem fiel auf, dass keine Veranstaltungen in der Scheune geplant sind, obwohl hier immer der Dreh- und Angelpunkt war.

Es soll wohl darum gehen, dass der Vermieter nicht mehr bereit ist, den Vertrag zu verlängern.

Sollte es konkrete Nachrichten geben, werde ich Euch hier updaten.

Welt-AIDS-Tag 2009: BOX sagt “HIV ist kein Grund für Safer Sex”

•3. Dezember 2009 • 1 Kommentar
Chefredakteuer der BOX

Quelle: BOX

Michael Zgonjanin, Chefredakteur der Monatszeitschrift BOX, greift in seinem Vorwort der Dezember-Ausnahme gründlich daneben.

Unter der Überschrift “Eine Krankheit wie andere auch…” verliert sich der Kölner gründlich in einer abstrusen Argumentation und verharmlost dabei die HIV-Infektion.

Sein Fazit lautet, dass HIV kein Grund für Safer Sex ist. Diesem spricht er nur noch Berechtigung wegen anderer sexuell übertragbarer Krankheiten zu.
Für ihn ist HIV eine chronische Krankheit, eine behandelbare Krankheit.

Jedoch übersieht er völlig den Fakt, dass typische chronische Krankheiten wie Asthma, Diabetes oder Rheuma nicht ansteckend sind.
Wenn es einen zwingenden Grund für Safer Sex gibt dann ist dies nach wie vor HIV.

Lieber Michael Zgonjanin, du hast hier richtig daneben gegriffen. Eigentlich bin ich so fassungslos, dass ich noch nicht mal meine Gemeinheiten hervorkramen kann.
Den Titel des Fieslings des Monats Dezember übergebe ich dir mal jetzt schon am Monatsanfang.

Und hier der Wortlaut

Die Kirche hetzt ihren Schäfchen den Staat auf den Hals

•1. Dezember 2009 • 11 Kommentare

Verkaufsoffene Sonntage sind verfassungswidrig!!! (Quelle: Spiegel)

Damit hatte eine Klage der Berliner christlichen Kirchen vor dem Verfassungsgericht Erfolg, die ihre Schäfchen lieber in der Kirche als im KaDeWe sehen.
Willkommen in der Vergangenheit. Die ganze Welt belächelt Deutschland wegen dieser spießigen Ladenschlussgesetze. Jeder, der schon mal gereist ist, weiß es zu schätzen, dass man zu allen möglichen Zeiten seine Besorgungen machen kann, nur nicht in Deutschland. Da wird den Bürgern per Gesetz verboten, zu bestimmten Zeiten einkaufen zu dürfen.

Gerade in Berlin hat man sich in vorbildlicher Weise die Liberalisierung des Ladenschlusses zu Nutze gemacht und aus dem Advent ein Event gemacht, dass Hunderttausende Touristen in die Stadt lockt. Touristen, die Berlin dringend benötigt, denn die Tourismus-Industrie ist einer der wichtigsten Arbeitgeber in einer Stadt mit 20% Arbeitslosigkeit.

Doch die Kirchen pochen auf einen Verfassungsartikel, der den Sonntag schützt – ein Artikel, der längst nicht mehr zeitgemäß ist – genauso wenig wie die Kirchen. Man nutzt seine Restmacht gegenüber den Staat gnadenlos aus – nicht aus Menschenfreude, sondern aus Machtgier -zu Lasten der Arbeitnehmer, zu Lasten der Touristen, zu Lasten der Menschen, die sich nach einem stressigen Arbeitstag nicht auch noch unterhalb der Woche zusätzlichen Einkaufsstress auferlegen wollen.

Frau Katrin Göring-Eckardtvom EKD sprach von einem Geschenk an die ganze Gesellschaft – Danke, dieses Geschenk geht ungeöffnet zurück!!!!

Werden deshalb mehr Schäfchen die Kirchenbank drücken? Eher nicht. Wenn man nicht mehr am Adventssonntag einkaufen darf, dann brauch man auch erst gar nicht mehr vor die Tür.

Wahrscheinlich brauchten die Kirchenoberen mal wieder einen Erfolg nach dem Desaster mit dem Zwangsreligionsunterricht, der damit verbundenen verlogenen Kampagne und gerechten  Niederlage in der Volksabstimmung. Auch hier wurde wieder mit scheinheiligen Argumenten hantiert (von wegen man stellt denMenschen vor die Profitgier).

Die Toleranz der Agnostiker und Atheisten gegenüber dieser Institution ist arg strapaziert, denn durch diese Klage in Karlsruhe greifen sie auch in das nichtreligiöse Leben ein. Ob man dagegen Verfassungsklage erheben kann?

Israelis legen morgen die Innenstadt lahm, zu Lasten der Anwohner und Gewerbetreibenden

•29. November 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Eine kurze Mitteilung macht das Elend deutlich:

Die Gate-Sauna in Mitte hat das gleiche Problem wie alle ihre Nachbarn: Durch die Willkür der Staatsverwaltung wird ihnen eine Zwangspause aufgezwungen – ohne Entschädigung.

Der Grund: ein deutsch-israelisches Regierungstreffen in Berlin.

Man fragt man sich doch, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Nun ja, durch die Paranoia einer kriegstreiberischen Regierung ist es nicht zulässig, dass sich fremde Personen in einen Bannkreis zu einer bestimmten Zeit aufhalten. Dass damit die persönliche Freiheit von Tausenden Menschen eingeschränkt wird, interessiert nicht.

Da kann es schon mal vorkommen, dass man stundenlang in Geiselhaft in einem BVG-Bus sitzt, nur weil dieser zur falschen Zeit am falschen Ort fuhr (nach Fahrplan). So geschehen im Mai diesen Jahres, als der rechtsreaktionäre Außenminister Isreals in Berlin weilte und sich unbedingt das Stelenfeld ansehen musste.

So ist das also. Erst wird an exponierter Lage durch Steuergelder ein künstlerisch fragwürdiges und überdimensioniertes Denkmal gebaut, nur um später diesen Steuerzahlern immer wieder Platzverbot zu erteilen, wenn mal wieder irgendwelche Regierungsmitglieder des Staates uns besuchen kommen, der sich durch die Unterstützung der USA und Deutschland zu einem der angriffslustigsten Kriegsstaaten entwickeln konnte – in dem Menschenrechte hauptsächlich Juden und anderen Nicht-Arabern zuteil werden.

Benimmt man sich als Besucher so? Oder auch als Gastgeber? Wirft man unliebsame Menschen, die ein Vorrecht haben, sich an einem Ort aufzuhalten einfach so vorübergehend raus, weil der Gast es so will?

Wenn hier jemand Antisemitismus rauslesen will, dann hat er falsch gelesen. Aber es darf heutzutage kein Tabu mehr sein, Israel zu kritisieren (auch wenn die Bewohner dieses Staates überwiegend Juden sind), ebenso wie es erlaubt sein muss, öffentlich zu sagen, dass ich Herrn Michel Friedman absolut unerträglich finde und es ein großer Fehler ist, dass er wieder im öffentlich-rechtlichen Fernsehen seine geifernden Tiraden ablassen und über andere moralisch zu richten darf, trotz seiner fragwürdigen Vita (Stichwort: Paolo Pinkel) – aber das ist ein anderes Thema.

Ich finde, dass dieser Staat nicht das Recht hat, die Anwohner und Gewerbetreibenden rund ums Holocaustdenkmal so in ihren Rechten zu beschneiden, wie er es auch morgen wieder tut – und das ohne jede Entschädigung.

Insbesondere im Fall der Gate-Sauna ist die Geschichte wirklich tragisch. In der Anfangszeit befand sich der Eingang in einer hinteren Ecke eines unbeleuchteten Anwohnerparkplatzes – die Diskretion, die eine solche Lokalität benötigt.

Durch den Bau des Mahnmals und der dazugehörigen Infrastruktur liegt dieser Eingang inzwischen an einer vielfrequentierten Straße ohne jede Diskretion. Die Geschäftsführer der Sauna haben inzwischen auch schon die Regenbogenflagge eingeholt und wollen möglichst wenig auffallen – ebenso wie die “heterosexuellen” Vormittagsgäste, die morgen ausbleiben werden.

 

Update 30.11.: Netanjahu krank – Treffen auf unbestimmtes Datum verschoben – der nächste Grund, die Anwohner zu mobben!!!!

Happy End für bearwear.nl – Exclusives Interview

•23. November 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Die Wellen schlugen hoch, die Empörung traf den Konzern Jack Wolfskin mit unerwarteter Härte.

Nach der Abmahnwelle kam die Protestwelle und nun kam mit dem Einlenken des Outdoorausrüsters auch das Happy End für den Bärenausrüster bearwear.nl.

Rainer vom Blog “Samstagisteingutertag” und ich sprachen mit Jos Leene, dem kreativen Kopf des Onlineshops.

“Die Macht des Internets ist wirklich toll!”
Interview mit Jos Leene, Bearwear.nl über den Kampf gegen Jack Wolfskin

Seit wann gibt es den Bearwear.nl-Shop?
Die Idee für „Bearwear“ hatte ich während eines Urlaubs auf Gran Canaria im März 2007, und bereits im August war der Shop online. Es gab nicht sehr viele T-Shirts speziell für schwule (Bären-)Männer. Ich entwarf Shirts mit GROSSER Schrift, ganz passend für einen Bären mit lustigen, frechen und sexy Sprüchen. Zunächst wählte ich die Farben grau, blau, schwarz und weiß. Der Shop ist ja eher ein Hobby und in diesem Maße bewarb ich den Shop auch. Ich verteilte Flyer in Bars und ich trage natürlich auch selbst diese Shirts im Urlaub oder wenn ich ausgehe.

auch im Urlaub wirbt Jos gern für seinen Shop

Wann hat Jack Wolfskin sich das erste Mal an dich gewandt?
Im April 2009, ich wollte gerade ein neues Design vorstellen, bekam ich eine Nachricht von „Spreadshirt“ [in Leipzig]– das ist die Firma, die den Druck und den Vertrieb der Shirts übernimmt. Sie teilten mir zunächst nur mit, dass sie meine ursprünglichen Shirts offline gestellt hätten. Sie befürchteten Copyright-Probleme. Erst später erfuhr ich, dass Jack Wolfskin verlangt hatte, mehr als 20 Produkte von verschiedenen „Spreadshirt“-Geschäftspartnern wegen des Gebrauchs der Bärenkralle zu entfernen. Aufgrund der Drohung mit mehreren tausend Euro Strafe musste „Spreadshirt“ reagieren, um die Firma aus der Gefahrenzone zu bekommen.

Kannst du uns Genaueres über die Gespräche mit Jack Wolfskin sagen?
Zunächst hat Spreadshirt die Verhandlungen geführt. Gesetzlich ist es so, dass wenn jemand ein T-Shirt in meinem Shop bestellt, er ein Kunde der Vertriebsfirma ist. Insofern ging die Klage gegen sie. Darum weiß ich über die Details nicht genau Bescheid, nur, dass die Gespräche zunächst sehr schwierig waren. Manche der Partnerfirmen wurden auch direkt von Jack Wolfskin kontaktiert, ich hörte nur über Spreadshirt von den Verhandlungen.

Wie würdest du das Verhalten von JW beschreiben? Anfänglich waren sie ja sehr aggressiv …
Es war ein Vorgehen mit ganz einseitiger Machtverteilung. Soweit ich weiß, gab es sogar einen Gerichtstermin. Bei Spreadshirt stellte man sich auf ein langes und schwieriges Verfahren ein. Mal ehrlich: Ich wüsste niemanden, der es mit einer solch großen Firma aufnehmen könnte. Wolfskin hat das Geld und die Anwälte!

Das Vorgehen von JW gegen den Online-Anbieter DaWanda löste dann im Web eine riesige Welle der Empörung aus. Was geschah dann?
Dann nahm JW von sich aus den Kontakt zu mir auf. Ich denke, das geschah, weil der Fall von Bearwear.nl in so vielen Blogs aufgegriffen worden war. Sie baten um ein Gespräch. Der Ton war freundlich und kooperativ. Sie wollten die Sache wirklich vom Tisch haben. Ich schickte Ihnen meine Kollektion zur Beurteilung. Sie sahen, dass ich mit meinen Produkten eine ganz andere Zielgruppe ansprach und in meinen Designs die Bärentatze/-kralle im Zusammenhang mit Schrift verwendet wird. Die Vereinbarung ist jetzt, dass ich meine Bärenkralle weiterhin in dieser Kombination Logo-Schrift für die spezielle Zielgruppe verwende. Das ist für mich machbar, ich verzichte eben darauf, auf meinen Produkten eine einzelne, freistehende Bärentatze zu verwenden.

Was wird nun nicht mehr in deinem Shop erhältlich sein?
All die Produkte, die als Design eine einzelne Bärenkralle hatten (ohne Schrift/Text). Zusammen mit Spreadshirt habe ich beschlossen, auch das “Wolf”-Design zu entfernen. Es zeigte die Bärenkralle zusammen mit dem Schriftzug ‘Wolf’.

Was hat für dich und dein Unternehmen der monatelange Ausfall des europäischen Marktes bedeutet?
Ich kann schwer eine konkrete Ausfallsumme schätzen, da meine Verkäufe sehr unregelmäßig sind. Manchmal sind es einige Shirts pro Woche, manchmal auch nur ein paar im Monat. Da aber nun die Website geschlossen war, habe ich auch monatelang gar nichts eingenommen. Natürlich musste ich weiterhin die laufenden Kosten – Internetgebühren, Gebühren für den Vertrieb, Kosten für Flyer, die ich nicht verteilen konnte – zahlen. Aber insbesondere der Gedanke, das Unternehmen komplett schließen zu müssen und damit meine kreativen Ergebnisse zu verlieren, war alles andere als schön.

Hattest du direkte Kosten durch den Streit mit JW?
Ich persönlich, abgesehen von den genannten, nicht. Sicher aber die Vertriebsfirma Spreadshirt.

Du planst eine neue Kollektion – was wird sich verändern?
Ich habe 23 neue Designs entworfen, weitere Text-Elemente kombiniert – natürlich mit der Bärenkralle! Es wird weitere Farben geben. Eigentlich müsste ich auch eine deutsche Version des Shops anbieten. Deutsche Kunden möchten ja auch gern in ihrer Sprache angesprochen werden. Aber ich spreche nicht gut genug Deutsch, um Entwürfe auf Deutsch zu machen – aber hey, das Interview gibt mir Gelegenheit dafür zu werben, dass ich natürlich auch gern Sachen auf Wunsch für Kunden anfertige. Sie müssen mir nur sagen, was auf dem T-Shirt zu sehen sein soll.

Zum Schluss ein Wort zur schwulen Bären-Szene – welche Reaktionen hast du von ihr während des Streites mit JW erfahren?
Es gab viele nette Leute – Homos wie Heteros! –, die mir geschrieben haben, mich ermutigten. Einige Bären haben auch juristische Informationen geschickt, die ich dann an Spreadshirt weitergeleitet habe. Viele verstehen nicht, wie es möglich ist, ein Urheberrecht auf so eine so alltägliche Sache wie den Fußabdruck eines Tieres zu erheben. Ich verstehe es auch nicht. Hätte JW sein Vorhaben weiter vorangetrieben und weitere schwule Unternehmen oder gar die Bärenflagge wären betroffen gewesen, dann hätte die Community wohl heftiger reagiert. So ein kleines Unternehmen, das einen kleinen Rechtsstreit führt, lockt die großen Bären nicht aus der Höhle.
Ich hoffe, dass JW die Lektion gelernt hat, dass die Online Community aufpasst. Für mich war es eine tolle Erfahrung, dass der schwule Aspekt gar keine Rolle gespielt hat. Der Aufschrei war ja bundesweit, unabhängig von der sexuellen Präferenz oder dem Geschlecht! Die Macht des Internets ist wirklich toll! Ich möchte allen, die mich unterstützt haben, Danke sagen – und für die, die darauf stehen: Einen dicken nassen Dankeschön-Bärenzungenkuss ( :-) Schleck!)

Interview & Übersetzung aus dem Englischen: Rainer & Lars / Fotos: Jos Leene

DA Direct und der Riesenpenis

•29. Oktober 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Heute bin ich beim Surfen auf eine Werbeanzeige von DA Direct gestoßen.
Kann sein, dass dies ein typischer Fall von Schwein am Auge ist,
aber warum hat dieser Dummy auf dem Bild einen Riesenpenis und was hat das ganze mit Versicherungen zu tun?

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Jack Wolfskin vs. bearwear.nl – ein Update

•28. Oktober 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Heute erreichte mich die Information, dass sich Jack Wolfskin um Kontakt mit dem Shopbetreiber des Bärenausrüsters “bearwear.nl” bemüht, um die Differenzen beizulegen.
Die e-Mail sei im freundlichen Ton verfasst worden.

Dies wäre sicherlich nicht ohne den Aufschrei geschehen, der aus der Bärenszene erschallte, als bekannt wurde, dass Jack Wolfskin auch das Bärenlogo als seine geschütze Marke ansieht.

Es bleibt anzuwarten, was Jack Wolfskin anbietet. Sollte es nur um eine Rücknahme der Anwaltskosten gehen, ist dies zwar erfreulich, aber sicherlich nicht das, was wir uns erhoffen.

Begrüßenswert wäre allerdings, wenn sich der Konzern dazu durchringen würde, die Bärentatze im auschließlichen Bezug zur Bärenszene unangetastet zu lassen, damit der Community nicht auf ewig die Tatzen gestutzt blieben.

Jack Wolfskin – Die Bären schlagen zurück

•26. Oktober 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Nach der Veröffentlichung einer Protestnote der Bären-Community wegen des Vorgehens vom Jack-Wolfskin-Konzern, hat dies hohe Wellen geschlagen.

In allen wichtigen Foren von “Spiegel” bis “taz” haben Foristen Solidarität mit der Bärenszene bekundet und diesen Skandal weiter publik gemacht.
Sogar der Wikipedia-Artikel über Jack Wolfskin wurde um einen entsprechenen Kommentar erweitert.

Unterdessen flammte auch an Bärentreffpunkten (wie z.B. in Berlin Bärenkneipe Nr. 1 “Woof-Berlin“) die Diskussion auf, ob es überhaupt noch zulässig sein sollte, Jack Wolfskin in der Szene zu tragen. Man war sich einig, dass es sowieso ächtungswürdig wäre und sich wahrscheinlich kein Bär mehr mit Wolfskin kleidet. Es gab auch Berichte über öffentliche Verbrennungen von Jack-Wolfskin-Artikeln wie Rucksäcken.

Jack Wolfskin unterdessen zeigt sich weiterhin stur. Zwar wurden die kostenpflichtigen Abmahnungen, die das Fass zum Überlaufen brachten, inzwischen zurück genommen.
Dennoch beharrt Jack Wolfskin weiterhin darauf, dass Motive mit Tatzen durch JW markenrechtlich geschützt seien, auch wenn die Tatzen 5 statt 4 Zehen haben und eindeutig keinen Bezug zum Outdoorausrüster haben.

Das Ziel kann weiterhin nur lauten: Jack Wolfskin muss sich dazu bekennen, dass das Symbol der Gemeinschaft (die Bärentatze mit den 5 Zehen) weiterhin ohne Angst vor Abmahnungen genutzt werden darf, und deshalb muss der Kampf weitergehen.

Hier mein Kennzeichnungsvorschlag für Türen von Bars, in denen vorrangig Bären anzutreffen sind.

JWno2

Jack Wolfskin – Dies ist erst der Anfang

•22. Oktober 2009 • 34 Kommentare

Nachdem mein Bloggerkollege Rainer auf meinen Hinweis hin aufgedeckt hat, dass nicht nur Hausfrauen, die Pfötchen auf Deckchen sticken, von den gierigen Anwälten von Jack Wolfskin abgemahnt werden, sondern auch massiv die Bären-Community Ärger mit dem Konzern hat, formiert sich jetzt auch hier Widerstand.

In einem Newsletter, der heute in Bärenportalen die Runde macht, heißt es:

Liebe Bären, Bärenfreunde und Bewunderer,

unsere Identität ist Gefahr.

Der Konzern „Jack Wolfskin“ ist der Meinung, dass die Bärentatze ihm gehört.

Unser Markenzeichen, dass von unserer Flagge, aus unseren Webseiten, Büchern, Magazinen, Postern und Flyern kaum noch wegzudenken ist, wird beansprucht von einer Firma, die überteuerte Ausrüstung für Extremsportler herstellt.

Ehrenamtlich engagierte Community-Clubs haben schon die scharfe Wolfspfote zu spüren bekommen, als ihnen untersagt wurde, die Bärentatze grafisch zu verwenden.

Ein tragisches Beispiel ist der Onlineshop www.bearwear.nl, der auf Drängen dieses Konzerns seine Geschäftstätigkeit einstellen musste, nur weil hier designte T-Shirts und Sweathirts mit bärigen Slogans incl. der Bärentatze verkauft wurden.

ES REICHT!
Hiermit werden alle aufgerufen, diesem lächerlichen Treiben die Stirn zu bieten und in Aktion zu treten.

Was kann der Einzelne tun?

-Wendet Euch per Mail, Brief, Fax oder per Telefon an „Jack Wolfskin“ und macht denen klar, dass unser Symbol nicht mit einer Wolfspfote zu verwechseln ist! Ein Bär ist kein Wolf und fünf ist nicht vier.

-Stellt ihnen die Frage, warum sie sich von Symbolen einer schwulen Community in ihren Rechten verletzt sehen!

-Fordert die Rücknahme von Sanktionen gegen Shop-Betreiber, die die Bärenszene ausrüsten und macht ihnen klar, dass wir in Zukunft gemeinsam gegen Bestrebungen kämpfen, die die Vernichtung und kommerzielle Unterdrückung unserer Symbole zum Inhalt hat!

-Informiert alle über diesen Skandal und bittet um Mithilfe!

-Übersetzt diesen Aufruf in alle Sprachen und verbreitet ihn weiter!

Die Bärenflagge mit der Bärentatze ist ein Symbol der Freiheit, der Gemeinschaft und der Toleranz. Dieses kann man nicht markenrechtlich schützen lassen.

Kontakt zu JW:
Telefon allgemein: +49-(0)6126 9540
Pressesprecherin: Tel.: +49 (0) 6126 954-143
Fax: +49-(0)6126 954-159
e-mail: info@jack-wolfskin.com

Richie Hawtin und das Berghain

•13. Oktober 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

berghain

Ohhh, da ist jemand rausgeschmissen worden ?

Lieber Richard Hawtin,

Heul doch!!!
Wenn jeder twittern würde, der nicht ins Berghain kommt oder rausfliegt, weil er sich daneben benimmt, dann gäbe es bald keine anderen Themen mehr.
Nimm es wie ein Mann und benimm dich auch so. Vielleicht kommst Du dann das nächste Mal auch wieder rein.

Aber jetzt wo Du dich öffentlich lächerlich machst, wirst Du wahrscheinlich nie mehr reinkommen.

Die Türsteher stehen nämlich nicht auf Memmen oder Wichtigtuer. Hätte mich auch gewundert, wenn so ein Schmierlappen wie Du geduldet wär.
Man will Dich ja noch nicht mal mehr hinter’m Deck.

Außerdem heißt der Club “Berghain” und nicht “Bergheim”. Wenn man schon so ignorant ist, den richtigen Namen nicht zu kennen, dann helfen auch die teuersten Drogen nicht weiter.

Man sieht sich.

Skorpion